Einsätze

Dienstag, 16 Juni 2020 17:08 geschrieben von Christian Löwel

Überflutungen nach Starkregen

Kurzinfos:
Alarmstichwort: THL 1: Straße überschwemmt -
Alarmzeitpunkt: Sonntag, 14.06.2020, 21:53 Uhr -
Einsatzdauer: 6 Stunden -
Weitere Kräfte: FF Bärnreuth, FF Goldmühl, FF Escherlich

Starker Regenfall sorgte am Sonntag bei vielen Feuerwehren im Landkreis für eine arbeitsreiche Nacht. Wir wurden Sonntagabend erst zu einer Türöffnung nach Wasserknoden gerufen, welche sich aber schnell als Fehlalarm herausstellte. Nachdem wir ins Gerätehaus zurückgekehrt waren, beluden wir vorsorglich unseren Versorgungs-LKW (56/1) und unser Mehrzweckfahrzeug (11/1) mit Sandsäcken. Wenige Minuten später alarmierte uns die Leitstelle zum Bärnreuther Weg.

Vor Ort staunten wir nicht schlecht: Der Platz vor dem Hotel Bube war überflutet und der Bärnreuther Weg hat sich in einen reißenden Fluss verwandelt. Das Wasser schoss auf der gesamten Fahrbahnbreite, ca. 20 Zentimeter hoch und begleitet von viel Geröll, den Berg hinunter. Wir sicherten die ersten anliegenden Häuser mit Sandsäcken und machten uns daraufhin direkt auf die Suche nach der Quelle. Das Wasser kam von einer Stelle, die uns sehr gut bekannt war: Ein Schutzgitter vor einem Rohr, das das Wasser eigentlich unterirdisch ableiten sollte. Das Gitter war aber - wie schon einige Male zuvor - durch Geröll und anderen Dreck so verstopft, dass das viele Wasser einfach darüber hinausschoss. Die Kameraden der Feuerwehr Bärnreuth hatten bereits angefangen, trotz der starken Strömung das Gitter zu befreien. So konnte das Wasser bald wieder auf normalem Wege abfließen. Es mussten aber Kameraden von uns vor Ort bleiben, um regelmäßig neu angeschwemmtes Geröll zu entfernen. Zeitgleich mussten in Bärnreuth unter Wasser stehende Keller ausgepumpt werden. Der Bärnreuther Weg, sowie der Platz vor dem Hotel Bube wurden gereinigt und freigeschaufelt, hier hatte sich bereits einiges an Wasser angestaut. Während wir nach den Abflüssen suchten, um diese wieder freizulegen und ein Ablaufen des Wassers zu ermöglichen, kam ein Anwohner aus der Maintalstraße zu uns und teilte uns mit, dass einige der Nachbarn dort bereits die Gullydeckel entfernt hatten, um den Wassermassen eine Ablaufmöglichkeit zu bieten. Während des Einsatzes kümmerten wir uns um die Absicherung der Straße. 
Ein Bauer aus Goldmühl half bei der Beseitigung des angeschwemmten Gerölls, indem er mit seinem Traktor den Dreck zur Seite schob. 
Bei einer Begehung der umliegenden Wege stellten wir fest, dass der Bärnreuther Weg unterspült und somit ein Stromkabel freigelegt wurde. Über die Leitstelle ließen wir den zuständigen Energieversorger benachrichtigen und sicherten auch hier die Fahrbahn.
 

Später führten wir auch mehrere Kontrollfahrten im Ortsgebiet durch. Nachdem alle Einsatzstellen im Ortsgebiet abgearbeitet wurden, brach unser Versorgungs-LKW (56/1) nach Kirchahorn auf, um dort sieben Paletten mit Sandsäcken zu laden. Zwischenzeitig meldete uns die Leitstelle, dass der Weiße Main die Kulmbacher Straße überfluten würde, wenn sein Pegel noch weitere 10 Zentimeter ansteigt. Die Erkundung zeigte uns allerdings, dass die Situation doch noch nicht so kritisch war wie angenommen. Da außerdem mittlerweile der Regen etwas nachließ, blieben wir letztendlich von weiteren Überflutungen verschont.

Für die letzten Kameraden endete, nach einer letzten Kontrollfahrt, diese lange Nacht schließlich ca. um 4:30.

Letzte Änderung am Dienstag, 16 Juni 2020 22:12
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