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Einsatznummer: 37
Einsatzart: THL
Alarmierungsart: Stille Alarmierung
Datum: Montag, 27.04.2009
Alarmeingang: 11:55 Uhr
Einsatzdauer: 4 Stunden
Anzahl der Feuerwehrleute: 14
Eingesetzte Fahrzeuge: 11/1, 21/1, 61/1, 41/1, 27/1
Beschreibung: Am Vormittag des 27.04.09 gegen 10.30 Uhr kam es in Himmelkron zu einem Vorfall mit einem mit Gefahrgut beladenem Lkw, zu dem auch die Freiwilligen Feuerwehren Bad Berneck, der Gefahrgutzug der Ständigen Wache Bayreuth sowie Gefahrgut-Kreisbrandmeister Ralf Riedel alarmiert wurden.
Bei einer Kontrolle stellten Schwerlastexperten der Bayreuther Verkehrspolizei auf der Ladefläche eines Lkw-Anhängers ausgetretene Flüssigkeit fest. Bei der Prüfung der Ladepapiere stellte sich heraus, dass es sich um brennbare Stoffe handelt.
Nachdem die Beamten bei der Kontrolle auf der A 9 bei Bad Berneck die ausgetretene Flüssigkeit festgestellt hatten, lotsten sie den Lkw mit Anhänger auf das Gelände einer ortsansässigen Spedition. Diese stellte der Polizei freundlicherweise Platz und Gerät für eine eingehende Kontrolle zur Verfügung. Der Lkw hat mit dieser Spedition nichts zu tun.
Beim Entladen des mit ca. 100 Fässern beladenen Anhängers entdeckten die unter Chemieschutz vorgehenden Feuerwehrleute fünf undichte, auslaufende Fässer. Der Lkw war laut Ladepapieren mit verschiedenen Flüssigkeiten in Fässern beladen. Teile davon waren brennbare oder explosionsgefährliche Stoffe. Die fünf undichten Fässer konnten von der Ladefläche abgeladen und in spezielle geeignete Auffangbehälter umgeladen werden. Die Feuerwehr musste dabei in speziellen Schutzanzügen und unter ständiger Löschbereitschaft vorgehen. Der Lastzug hatte die Fässer in Heidelberg geladen und war unterwegs zu einer Entsorgungsfirma in den neuen Bundesländern.
Insgesamt waren rund 200 Einsätzkräfte aus den Landkreisen Kulmbach und Bayreuth sowie der Ständigen Wache Bayreuth im Einsatz. Die Feuerwehr stellte den Brandschutz sicher.
Zu einer Gefahr für Anwohner und angrenzende Firmen kam es aufgrund der günstigen Örtlichkeit zu keiner Zeit. Auch bei den Einsatzarbeiten kam es zu keinen Personenschäden. Der Lkw mit den intakten Fässern wurde zwischenzeitlich auf einen gesonderten Abstellplatz gebracht. Die umgeladenen Fässer müssen von einer Spezialfirma abgeholt und entsorgt werden. Gegen 15.30 Uhr waren die Bergungsarbeiten der Feuerwehr abgeschlossen und die Gefahr restlos gebannt.
Bei den Flüssigkeiten handelt es sich um verschiedene lösungsmittelartige "Chemieabfälle", die zur Entsorgung gebracht werden sollten. Warum es zu den Lecks in den Fässern kam, ist momentan noch vollkommen unklar. Die Spezialisten des Gefahrguttrupps der VPI haben hier die Ermittlungen aufgenommen

Text: Quelle: Frankenpost; Carolin Rausch