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Eingesetzte Feuerwehren: |
Bad Berneck, Benk,
Wasserknoden, Fichtelberg, Weidenberg, Bronn-Troschenreuth, Bindlach,
Speichersdorf, Donndorf/Eckersdorf, Warmensteinach/ Oberwarmensteinach,
Hummeltal/Gesees, Deps, Untersteinach, Döhlau, Sickenreuth, Haag, UG ÖEL,
Creußen, Nemmerdorf/Goldkronach, Gefrees, THW Pegnitz |
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Beschreibung: |
Heftige
Regenfälle in der Nacht von Samstag auf Sonntag haben in der Kurstadt
binnen weniger Stunden ein Szenario angerichtet, das spontan an die
Flutkatastrophe in Sachsen im Jahr 2002 erinnerte. Sachschäden von rund
fünf Millionen Euro, so lautete eine erste vorsichtige Schadensdiagnose
von Erstem Bürgermeister Bernd Albert am Montagmorgen. Insgesamt waren
rund 350 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und BRK zum Großeinsatz nach Bad
Berneck beordert worden, wo sie sich zusammen mit hunderten von Bürgern
den Fluten entgegenstemmten.
Eine Stadt im
Ausnahmezustand!
Insbesondere die Gewerbe- und Handwerksbetriebe an der Kulmbacher und an
der Westendstraße hatte es besonders schlimm erwischt. Angefangen bei der
Firma Popp und Co. über die Gärtnerei Heimlich, die Suprima-Herzlieb GmbH,
das Autohaus Michel, die Firma Hartung bis hinunter zur Schreinerei
Schnabel. Es gab keinen Betrieb, in dem nicht Lager-, Produktions- und
Werkstatträume geflutet waren, Maschinen und Waren unter Wasser standen.
Beim Autohaus Michel wurden neben der kompletten Flutung der
Ausstellungsräume und der Werkstatt fast 20 Fahrzeuge in Mitleidenschaft
gezogen, der Schaden alleine hier: rund eine Dreiviertelmillion Euro. Bei
der Gärtnerei Heimlich stand der komplette Gemüsegarten unter Wasser. Bis
zu den GEWOG-Häusern an der Carl-Thiesen-Straße bahnte sich das Wasser
seinen Weg.
„Die Anzahl der Schäden ist so groß, dass wir nur ganz pauschal schätzen
können“, sagte Erster Bürgermeister Bernd Albert. „Außerdem wissen wir
nicht, was noch alles kommt“. Deshalb könne sich die Schadensbilanz von
fünf Millionen Euro noch verschieben, wahrscheinlich nach oben. Den
Sachschaden alleine an rein städtischen Gebäuden, Einrichtungen, an
Straßen und Wegen bezifferte Bernd Albert auf „500000 bis eine Million
Euro“. So sei beispielsweise „der Bauhof komplett abgesoffen“ oder der
Heinersreuther Weg „wieder arg in Mitleidenschaft gezogen worden“. Als ein
kleines Wunder bezeichnete das Stadtoberhaupt die Tatsache, dass Schule
und Dreifachturnhalle komplett verschont geblieben waren. Nicht verschont
wird hingegen wohl die Stadtkasse. Selbst wenn die erhofften „mehreren
hunderttausend Euro an Bedarfszuweisungen“ seitens des Kreises und des
Landes kommen, so wird ein hoher Eigenanteil der Stadt unumgänglich sein.
Das Hochwasser in den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach war auch Thema
einer Ministerratssitzung in München.
Begonnen hatte die Welle der Einsätze um 3.30 Uhr im Sägewerk Wirth in
Hohenknoden. Hier hatte sich der sonst so beschauliche Knodenbach zum
reißenden Fluss „gemausert“. Doch auch Röhrenhof, Goldmühl und
Frankenhammer hatte es zu diesem Zeitpunkt schon voll getroffen. Die
ersten Keller waren voll gelaufen, Straßen und Wege überschwemmt worden.
Fotos und
Bericht: WUM (Bad Bernecker Stadtanzeiger) |