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Einsatznummer: 25
Einsatzart: THL
Alarmierungsart: Stille Alarmierung (Funkwecker)
Datum: Mittwoch, 15.03.2006
Alarmeingang: 11:35 Uhr
Einsatzdauer: 4 Stunden
Anzahl der Feuerwehrleute: 15
Eingesetzte Fahrzeuge: 11/1, 21/1, 41/1, 61/1
Beschreibung:

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Mangelnde Ladungssicherung verursachte am Mittwochvormittag einen schweren Verkehrsunfall. Eine 66-jährige Autofahrerin verstirbt noch an der Unfallstelle.

Ein 42-jähriger Berufskraftfahrer aus Tschechien war mit seinem Sattelzug auf der Bundesstraße 303 in Richtung Bad Berneck unterwegs.
Kurz nach dem so genannten "Scharfen Eck" im Bereich einer lang gezogenen Rechtskurve kam die komplette Ladung ins Rutschen. Nur Sekunden später stürzten zwei ca. 2,5 mal 8 Meter große Betonfertigteile vom Sattelauflieger auf die Fahrbahn.
Eine entgegenkommende 66-jährige Autofahrerin aus Kulmbach konnte den beiden je 10 Tonnen schweren Betonplatten nicht mehr ausweichen. Der VW Passat wurde von den herumfliegenden Betonteilen erfasst und nach rechts gegen die Böschung gedrückt. Der Anprall beschädigte die komplette Fahrerseite des Autos.
Die 66-Jährige erlitt derart schwere Verletzungen, dass sie trotz der Bemühungen des Notarztes noch an der Unfallstelle verstarb.
 

Ihr 72-jähriger Beifahrer aus dem Landkreis Kulmbach erlitt ebenso wie der Sattelzugfahrer einen Schock. Die Unfallopfer im Auto mussten von der eingesetzten Feuerwehren aus Bad Berneck und dem Löschzug Bischofsgrün-Birnstengel unter Leitung von Kreisbrandrat Hermann Schreck und Kreisbrandinspektor Joachim Judas aus dem Wrack befreit werden. Die insgesamt 33 Feuerwehrkräfte unterstützten die Bergungsarbeiten und übernahmen auch die Verkehrssperrung der Bundesstraße.
Durch die quer über die Fahrbahn liegenden Betonteile war die Bundesstraße 303 total blockiert. Aufgrund einer von der Polizeieinsatzzentrale sofort veranlassten weiträumigen Verkehrsumleitung kam es nur zu geringfügigen Verkehrsbehinderungen.
 

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bayreuth stellten die Polizisten die beiden Unfallfahrzeuge und vor allem die gerissenen Spanngurte sicher. Ein Sachverständiger und die Experten für Schwerverkehr der Bayreuther Verkehrspolizei unterstützten die zuständigen Beamten der Polizeiinspektion Bayreuth-Land bei der Unfallaufnahme.
 

Zur Bergung der Betonteile musste ein Spezialunternehmen aus Bindlach mit einem Autokran und Tieflader verständigt werden. An dem VW Passat entstand Totalschaden in Höhe von 1.000 Euro. Der Schaden an den Betonfertigteilen lässt sich derzeit nicht beziffern.